Die Schule

Unsere Kampfkunstschule (der Dojang) wurde hier in Sankt Ingbert (Saarland) im Jahr 1996 von dem koreanischen Großmeister Yun Bok Ko aufgebaut.

Er unterrichtete zwei Systeme: Taekwondo und Shaolin Kungfu.

Schon Yun Bok Kos Vater war selbst ein Meister der Kampfkunst, von daher trainierte er seit frühester Kindheit an. Später, nach spektakulären Siegen in den damals ersten ausgetragenen Taekwondo-Meisterschaftsturnieren in Südkorea, kam er zur weiteren Ausbildung zur Kukkiwon, auch bekannt als Welt-Taekwondo-Hauptquartier (World Taekwondo Headquarters) und dem Standort der Welt-Taekwondo-Akademie (World Taekwondo Academy). An der Akademie wurde Meister Ko später selbst als Lehrmeister tätig.

Die Kukkiwon schickte ihn daraufhin als Repräsentant ins Ausland um das zu dieser Zeit noch weitgehend unbekannte Taekwondo einem weltweiten Publikum vorzustellen.

Letztendlich wurde er 1978 nach Deutschland gesandt wo er bis zu seinem Tod an der Verbreitung des Taekwondo arbeitete. Die WTF-treuen Großmeister im Ausland durften ihren Stilrichtungen einen eigenen Namen geben. Meister Ko nannte seinen Stil Taekwondo 88, wohlwissend, dass das Taekwondo 1988 erstmals bei den Olympischen Spielen in Seoul als neue olympische Disziplin vorgestellt werden sollte.

Dieser Stilname ist offiziell in der Kukkiwon hinterlegt.

Shaolin Kung Fu begann Meister Ko im Alter von 12 Jahren, an der Shoreen Mu Kwan in Seoul zu trainieren. Sein Sifu war der chinesische Großmeister Lee Duh Gang, welcher während der chinesischen Kulturrevolution aus der chinesischen Provinz Sangong nach Seoul kam und von dort den nördlichen Gottesanbeterin-Stil Tanglang nach Korea brachte.

Meister Ko hatte großes Interesse an allen Stilen, der in Korea verbreiteten Kampfkünste, allerdings blieb er dabei stets seinen ursprünglichen Stilrichtungen treu und erreichte in beiden Disziplinen die Großmeisterschaft.

Kurz vor seinem Tod, im April 2013, hatte Meister Yun Bok Ko alle Verbindlichkeiten seiner deutschen Schulen in allen Bereichen an seinen langjährigen Schüler Horst Günter Lauck (hgl) übertragen mit der Bitte, sein Schaffenswerk in seinem Sinne weiterzuführen.

Meisterschüler Horst Günter Lauck (hgl) hatte das Erbe angenommen, ohne dabei zu wissen, daß es kurz darauf zu einem schnellen Ableben des Meister Ko kommen würde.

Der Schulleiter Meister Shi Heng Xiu (hgl) übt sich hauptsächlich in drei Disziplinen „Shaolin Kungfu”, „Taekwondo” und „Vovinam, Viet Vo Dao”. Mit Meister Ko und einigen ausgewählten Schüler bereiste er Südkorea, trainierte dort in verschiedenen Universitäten und besuchte das TKD Hauptquartier Kukkiwon.

Seit mehren Jahren ist er nun auch Schüler verschiedener Shaolin Meister. Der jetzige Leiter des Shaolin Kultur Zentrum in Bielefeld, Meister Shi Yan Rui, mit dem er auch in China war, das Kloster besuchte und beim Ehrwürdigen Abt vorstellig wurde, ist mit unser Schule als Mentor und Lehrer verbunden. Seit 2013 führt Meister Shi Yan Rui regelmäßig Lehrgänge in unserer Schule durch.

Meister Shi Heng Xiu (hgl) und Meister Shi Yan Rui Shaolin Kultur Zentrum Bielefeld  

Die gesamte Schülerschaft ist hoch erfreut und stark motiviert durch ihn den authentischen Originalstil des Shaolinklosters zu erlernen.

In unserer Schule können neben dem Gottesanbeterin-Stil, der Adler-Stil, der Affen-Stil, der Leoparden-Stil und die Südfaust erlernt werden. Ebenso die Waffengänge Dreistock, Kette, Langstock, Speer, Kurzspeere, Schwert, Säbel, Tigerhaken und Fächer. Des weiteren beinhaltet das Kungfu-Training Shaolin Qi Gong, Shaolin Tai Chi und die Shaolin Meditation.

Im Vovinam Viet Vo Dao System, kommen zu den vorher erwähnten Disziplinen und Waffengänge noch das klassische Asiatische Ringen dazu. Der Schuleiter ist unermüdlich um die Weiterentwicklung seiner Schüler bemüht und weil weitere Meister und Trainer im Schulunterricht bereitstehen, wird ein optimales Erlernen der Techniken in unserer Schule möglich gemacht.